TALKING SPIRITS PODCAST

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00:00:00: dass man authentisch bleibt, dass man seine eigene Stimme findet.

00:00:03: Dass das Ziel ist anders zu klingen wie alle anderen und dass man immer die Philosophie vertritt an sich zu arbeiten und es nie zu Ende geht mit dem Lernen und einfach ein guter Mensch zu sein, sich weiterzubilden.

00:00:23: weil als Musiker bist du ja ein Botschafter.

00:00:28: Du musst immer ein gutes Bild von dir geben.

00:00:30: Du musst gucken, dass du halt einfach viel Reis viele Kulturen kennenlernst, viele Musiksorten ... Musikarten, Musikrichtungen.

00:00:39: irgendwie machst Besuchsspiel ohne dass du dich da drin verlierst sondern das ist wie auf einer Autobahn Radstätte versuchen.

00:00:51: Einfach mal kurz tanken, Eis essen und weiter geht's!

00:00:56: Sehr schönes Bild.

00:01:13: Hallo und herzlich willkommen zu Talking Spirits Podcast Episode Nummer thirty-four.

00:01:18: Ich habe heute festgestellt, dass die Veröffentlichung der letzten Folge schon ganze drei Jahre her ist.

00:01:24: Manche von euch haben vielleicht mitbekommen, da sich im April zwei tausend vierundzwanzig einen stressbedingten Zusammenbruch erlebt habe.

00:01:31: Das hat natürlich erst mal dazu geführt das andere Dinge Priorität hatten und der Podcast für eine Weile in den Hintergrund geraten.

00:01:39: Mittlerweile geht es mir aber wieder gut und ich freue mich sehr, dass ich jetzt endlich die Zeit und Energie habe mit dem Podcast weiterzumachen.

00:01:47: Kurz vor dem Zusammenbruch hatte ich vier neue Folgen aufgenommen – und die erste davon hört ihr heute!

00:01:54: Es ist mir eine große Freude und Ehre den Meisterperkussionisten Erani Krischer gerüsten zu dürfen.

00:02:01: Erani an dieser Stelle im Detail vorzustellen hieße ungefähr so viel wie die berühmten Eulen nach Atin zu tragen.

00:02:09: über Rami's Kindheit in Essaouira, Marokko seine Immigration nach Deutschland seinen Weg zu und in der Musik.

00:02:17: Seine mittlerweile jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Sting und vieles mehr.

00:02:21: ich wünsche euch ganz viel Spaß beim hören und wir hören uns am Ende der Sendung wieder.

00:02:30: hallo Rami.

00:02:32: ja

00:02:32: vielen Dank dass du mein Gast bist heute das ihr die Zeit nimmst für unser Gespräch.

00:02:38: Ja, für dich immer.

00:02:40: Ich weiß, dass es immer für einen guten Zweck und Grund ist.

00:02:43: Das... ...ist zumindest das Ansinnen!

00:02:47: Du lebst ja seit vielen Jahren in Köln.

00:02:51: Ich glaube, seit... ...九zehneinundneunzig wenn ich richtig informiert bin?

00:02:56: Jaaa....ich muss selber gucken,... ...ich glaube sogar ein bisschen später.

00:03:00: Ich kam immer wieder nach Kölnen aber... ...so richtig ansässig war ich... ...weil dann war ich erst... Achtundneunzig, neunneunzig.

00:03:11: Ah doch so spät?

00:03:12: Ja.

00:03:13: Geboren bist du aber in Essaouira Marokko.

00:03:17: Ja!

00:03:17: Die schöne Stadt an der Atlantik.

00:03:19: Wenn Du Dich an Deiner Kindheit und Jugend In Essaouirra erinnerst Was fällt ja als erstes ein?

00:03:28: Ja erstmal das Licht Das Geräusche vom Meer die Wellen, die Sonne Die Menschen, die Farben Und die Stadtmauer.

00:03:43: und meine Oma, den Kindern mit denen ich gespielt habe.

00:03:52: Ich hab ja in Essaouira bin ich geboren und da groß geworden bis zum sechsten oder siebten Jahr und danach sind wir nach Kasablanca wegen der Schulbildung.

00:04:02: Ach so war das so dass in Kasablanka die Möglichkeiten besser waren.

00:04:06: dann?

00:04:08: Ja für die Schulbildung schon aber wir waren immer wieder Gärten zurück in jede Ferienbahn wie in Issauira.

00:04:15: Eine Sache, die für Issaura oder für die Gegend bezeichnend ist... ...ist ja die Gnawa-Musik.

00:04:24: und wenn du jetzt diese Musik jemandem vorstellen wolltest, der noch nie was davon gehört hat Wie würdest du die Essenz beschreiben?

00:04:34: Weil das ist eine sehr spezielle, eine sehr besondere Musikrichtung.

00:04:39: Ja, es ist natürlich das schwer in Worten zu fassen.

00:04:42: Aber erst mal man sollte vielleicht mal erwähnen und dass er seine... Das ist so eine Art Kultmusik.

00:04:50: Das ist eine Musik die begleitete eine Zeremonie.

00:04:53: Dass eine Musik, die basiert ist auf pentatonische Scale also Tonleiter spricht natürlich, dass es ruhig ist blusig klingt Die Hauptinstrumente sind halt einfach ein dreiseitigem Bass, der Gumbri heißt.

00:05:13: Und dann gibt es die Metallkastanierenden-Spieler und da gibt's Gesang in Form von Call & Recall.

00:05:22: Es gibt einmal die Trommeln zur Eröffnung der Zeremonie und nicht mehr wieder.

00:05:28: Das sind die drei Instrumente und der Meister, der die Gumbry spielt oder Gumbari ist dieses Instrument, das dreizeitige Bass hat mehrere Namen.

00:05:40: Man findet das in der Literatur unter Gembri oder Gumbri, oder Hejvuj or Sintir.

00:05:48: Und ja und so durch... Das ist letzten Ende.

00:05:52: es geht um heilen bei dieser Musik.

00:05:56: was für mich ist eigentlich um jede Art Musik, dass ist das was wir nicht begreifen.

00:06:00: Wir denken immer Musik ist zur Unterhaltung da, das ist eigentlich nicht der wahre Grund.

00:06:06: Ich glaube der Wahre Grund Man findet das immer noch in den Urvölkern, bei den Ur-Völkerm.

00:06:13: Dass da Musik immer noch im ... hauptsächlich da ist ein großen Teil des Lebensspiels, weil es da ist um zu heilen und so existiert.

00:06:24: durch den Tanz und die Trance wird in dieser Seremonie der grauen Musik ganz speziell in dieser Tronstnacht, das dauert halt quasi eine Nacht, dort wird getanzt Natürlich ein Riesenrepertoire, der gewidmet ist zu bestimmten Spirits.

00:06:44: Und jeder Spirit hat seinen Farben und einen Repertoire, hat seine Gerüche... ...und man kann sich das vorstellen.

00:06:54: in einem Raum werden die Musiker, der Meister in der Mitte, rechts und links die Kastanien-Spieler, Metallkastanie-Spiele, die heißen Kalache.

00:07:03: Und dann wird zu jedem Repertoir getanzt Und viele Leute fallen in den Trance und sie erwachen danach, man fühlt sich wie geheilt.

00:07:19: Wie neu geboren.

00:07:21: Ich sage mal meine Kenntnisse dieser Musik sind im Vergleich zur anderen Musikrichtung relativ bescheiden aber ich habe mir schon auch vieles angeguckt und ich finde das so beeindruckend.

00:07:34: also wenn Den Meister Malem heißt das ja, glaube ich.

00:07:41: Wenn man den Malem und seine Begleiter spielen sieht und hört finde ich so beeindruckend daran dass also viele Dinge aber eine Sache die so bezeichnen ist es dass Man immer das Gefühl hat die Spielen wieso zusammen als ob Es Eine Person wäre wie spielt Und nicht irgendwie zähn.

00:08:02: Ja

00:08:03: und da hat ja dieses Trance Element, eine große Rolle.

00:08:08: Also man merkt auf jeden Fall auch als jemand der sich nicht tierisch gut auskennt dass es eben mehr ist als Unterhaltung.

00:08:17: also was du ja eben gesagt hast und ich meine das ist tatsächlich so die hauptsächliche Kraft der Musik die sehr oft vergessen wird oder auch unterschätzt wird in der heutigen Zeit Wie bist du denn zur Musik gekommen?

00:08:34: Oder wie ist die Musik in deinem Leben gekommen?

00:08:38: Also da, das ist natürlich ein tastalter Gedanke.

00:08:41: Weil am letzten Ende ... Das war immer da!

00:08:45: Weißt Du, weil ich komme ja aus Marokko und da hast Du immer irgendwelche Musik laufen Und Eltern, Großeltern sind alle so richtig begabt Man trickt sich Man trommelt, man hört Musik gemeinsam.

00:09:01: Man tanzt!

00:09:02: Das gehört halt einfach zum Alter.

00:09:04: und nur bei mir war es so dass ich irgendwie meine Mutter erzählte das ich seitdem ich fünf bin wenn ich irgendwie angefangen habe zu trommeln.

00:09:15: Ich hatte nie in meiner Kindheit oder Trommel besitzt.

00:09:19: Es ist nicht der Fall wie hier zb in Deutschland.

00:09:22: Sobald ein Kind anfängt zu spielen wird ein Instrument für tausenden von Euro gekauft.

00:09:28: Bei mir hieß es einfach auf irgendwelchen Kasten oder auf leere Ölkanister aus Grundstoff.

00:09:36: Oder einfach Schallplatten anmachen, oder Radio und dazu sobald die Musik kommt habe ich dann begleitet.

00:09:46: Ich wollte einfach wissen wie klingt das?

00:09:50: Kann nicht das!

00:09:51: Ich möchte den Rhythmus spielen.

00:09:55: Und ich hatte den Glück, dass ich in so einem Land geboren bin.

00:09:58: Weil das Elementrhythmus ist ja allgegenwärtig überall.

00:10:05: Es ist unfassbar wie Marokko Reich an Ritmen.

00:10:10: Ich garantiere dir, du fährst einfach zwanzig Kilometer und der Rhythmus ändert sich.

00:10:16: Das ist unfastbar unglaublich extremreich!

00:10:18: Und da beweist auch die Fehlfältigkeit der Geschichte dieser unterschiedlichen Einflüße aber das Reichtum Afrikas sehr präsent nämlich diese rhythmische Sprache, die da vorhanden ist.

00:10:30: Also es war als Kind halt einfach da.

00:10:33: Du habt angefangen und war total angezogen von dieses Miteinander, Trommeln miteinander sein Musik hören Und das bei uns halt einfach dass nicht als Krach gesehen wird sondern... Da guckt einer wenn man trommelt dann hört der andere zu Ist egal wie laut das ist.

00:10:55: Das ging bis zum Wenn ich dann irgendwann mal da rumgetrommelt habe oder dass wir mal einfach in einer Gelegenheit zu bestimmten Festen gab es halt einfach diese kleinen Trommeln, die günstig.

00:11:09: Da hat meine Mutter dann irgendwie sich erwarmt und dann hat sie auch mehrere für uns zu trommeln.

00:11:17: Dann haben die Kinder auch alle sich gesammelt und zusammen getrommelte und die Nachbarn ... Alle haben dazu geklatscht!

00:11:24: Und wenn die Nachbarin das hören, dann kommt ihnen das sofort.

00:11:27: Sie kommen nicht um zu klopfen, das ist laut.

00:11:33: Die kommen dann mit ihr einfach in die Party kommen!

00:11:36: Gerade die Hausfrauen weißt du?

00:11:37: Das lieben sie und weder hörst auch.

00:11:40: Ja ja also das heißt Musik ist ja so das verbindende Element der Musik was ja auch so eine Sache ist.

00:11:49: genau wie Heilung kann ja Musik so sehr alle Grenzen überbinden wie eigentlich kaum etwas anderes in der Welt.

00:12:00: Ich meine, du hast ja gerade gesagt, ich habe das angezogen und da hatte es einfach Lust zu spielen und Sachen erfahren zu lernen.

00:12:08: aber hast du eigentlich vorgehabt?

00:12:11: War das für dich früh klar dass du das auch beruflich machen willst?

00:12:15: oder wie hat sich das alles entwickelt?

00:12:18: Niemals!

00:12:19: Sind ja zwei unterschiedliche Paar Schuhe auch ein bisschen...

00:12:22: Richtig, also ich habe bis zum Punkt wo ich mit Bands angefangen habe und gespielt habe.

00:12:29: Und Geld damit verdient habe immer noch nicht war es für mich klar dass ich ein Musiker sein möchte.

00:12:36: Also Musik hat mich immer... Ich hatte das Gefühl jetzt im Nachhinein Dass sie immer bei mir auf dem Rücken immer gedrückt hast Komm!

00:12:44: Komm!

00:12:46: Und ich hab dann immer gesagt Nein!

00:12:48: Ich hab keinen Bock.

00:12:50: Ja, später kam das erst.

00:12:54: Ich meine ich kam ja nach Deutschland, weil ich halt einfach ein Fachabitur hatte in Casablanca in Elektrotechnik gemacht habe und kam nach Deutschland um weiter zu studieren.

00:13:06: Fachabiture in Marokko im alten französischen System heißt nicht Fach-Abitur hier.

00:13:11: Das ist die Wölle dort.

00:13:12: da ist echt so eine ganz anspruchsvolle Art Abitur zu machen.

00:13:19: Viel Arbeit, Samstag Schule bis Nachmittag.

00:13:25: Also es war echt so ... nicht einfach.

00:13:28: Ja und dann hat sich Spaß gehabt und immer gespielt.

00:13:36: Man hat irgendwann mal in der Grundschule, da gab's einen Lehrer, der mich und einem anderen Jungen entdeckt hat dass wir gut zusammenspielen ein Gutspieler und ich mit kommen.

00:13:52: Und der hat uns die Instrumente besorgt, dann durften wir in den Schulaktivitäten... Wir hatten ja keinen Musikunterricht.

00:14:02: bis heute gibt es keine Musikunterrichten an den Schulen in Marokko.

00:14:05: Warum?

00:14:07: Ganz einfach!

00:14:07: Das ist eine politische Sache, weil die wahrscheinlich nicht die Wichtigkeit da drin sehen.

00:14:15: Dabei wäre es vielleicht in den Privatschulen eher aber nicht in den öffentlichen.

00:14:21: Also... Ja, dann fing das mit diesen Musik-Aktivitäten und musikalischen Aktivitäten.

00:14:27: Und damit wir irgendwie am Ende irgendeinem Semester oder jedes Jahr dieses Fest da gab es Leitmusik dazu.

00:14:36: Dieser Lehrer war toll!

00:14:38: Hat das super gemacht, hat immer das organisiert die talentierten Menschen rausklippigt und daraus ein Show gemacht.

00:14:46: Und dazu gespielt auch noch.

00:14:48: Also er hat selber mitgespielt?

00:14:51: Also er hat auf eigene Initiative das Ganze gestartet.

00:14:54: Großartig würde ich nie vergessen, bin immer noch in Kontakt mit ihm.

00:14:58: Das

00:14:58: ist schön!

00:14:59: Ich habe ja... fällt mir gerade ein.

00:15:02: Ich hab ja mit Bass-Spielen angefangen als ich hier nach Wuppertal kamen.

00:15:06: Also ich habe ja in den Goslawien-Bossnien auch schon Gitarre und Klavier gespielt wollte aber Bass spielen und bei mir war es auch ein Lehrer von der Schule an der ich eingeschult wurde, der mir das möglich gemacht hatte Und auch ich habe mit dem immer noch Kontakt.

00:15:21: Ja, also irgendwie dreißig Jahre später.

00:15:23: Das ist der Wahnsinn!

00:15:24: Ja es ist fantastisch.

00:15:27: und dann habe ich mein Habitur gemacht, dann kam ich nach Deutschland und sofort habe ich natürlich klar während des Studiums einfach andere Musiker hier einen machen das als Hobby und die anderen gehen damit Geld verdienen und haben Band und spielen Hochzeiten.

00:15:47: Und dann hab' ich mitgemacht und dann wollten sie auch nicht dass sich da aufhörte.

00:15:52: Ich wollte immer angerufen und dann ging ich das weiter.

00:15:55: Weißt du?

00:15:56: Und dann hat sich mein Studium auch gleichzeitig, und ich konnte mich halt nicht entscheiden, Musik oder dann doch Ingenieur werden, weil ich hab Elektro-Technik studiert an der RWTH Aachen Ja, und irgendwann mal am Ende des Studiums, wo ich meine Gedanken gemacht habe über die Diplomarbeit angefangen habe zu schreiben auf dem Weg zur Uni, hab ich einen Unfall gehabt und dann war ich im Krankenhaus.

00:16:27: Und erst in diesem Aufenthalt im Krankenaus war es mir klar, dass ich nur eine Chance habe das zu machen was ich mag, was ich liebe, was mein Herz will und musste mich halt einfach kurz überlegen in diesen Umständen nicht lange gedauert.

00:16:48: Und eines Morgens war es für mich wie die Erleuchtung, da gab's diese innere Stimme, die einfach gesagt hat wir ist geboren um Musik zu machen.

00:16:59: geh und mach Musik.

00:17:03: ich hab nur nicht mal im geringsten das wiederzusprechen.

00:17:10: Ich fühlte sich so richtig an und dann habe ich das.

00:17:15: irgendwie bin ich angeschlagen.

00:17:17: Das war im Krankenhauszimmer, dann bin ich angeschlafen und danach war es für mich klar.

00:17:23: Ich gehe aus diesem Krankenhaus, da bin ich reingekommen als werdender Ingenieur- und Hobbymusiker.

00:17:28: Und ich bin rausgegangen als werdendar professionelle Musiker.

00:17:33: Daran arbeite ich immer noch bis heute.

00:17:35: Jetzt hört nie auf!

00:17:38: Ja das ist ja auch das Filme daran... sagen wir mal anders als zum Beispiel Sportler, also so Hochleistungssportler.

00:17:46: Da ist ja irgendwann einfach Peierabend ein bisschen alter.

00:17:50: aber bei uns.

00:17:51: Sofern wir das Glück haben gesund zu bleiben können wir das ja machen bis ans Lebensende und immer was lernen und was Neues erfahren.

00:17:59: ich meine es ist ja auch so abgefahren ne?

00:18:02: Also du hast ja gerade erzählt dass die Entscheidung dir klar wurde oder diese Bestimmung dir klar wurde, als du ein unverlattestem Krankenhaus warst.

00:18:15: Und manchmal braucht es vielleicht solche Ereignisse um einen irgendwie auf den richtigen Weg zu bringen.

00:18:22: Bei mir war's zum Beispiel die Situation da sich halt mit Elf aus dem Krieg geflohen bin und da ... Als wir dann hier waren, da war irgendwie ... Da hatten wir schon damals.

00:18:35: alles was ich jetzt hier erleben darf Ist einfach ein riesen Geschenk und dass ich überhaupt noch lebe ist ein geschenk.

00:18:42: Und meine Familie auch, dann war das halt so okay?

00:18:45: Genau wie du gesagt hast man hat genau eine Chance dazu machen was man wirklich fühlt.

00:18:49: und so War es dann eben Bei mir dadurch im klaren da sich dieses Traumatische erlebnis zu früh schon hatte vom krieg Welt bekannt geworden bist Du ja als ständig eingeladen hat Ähm, auf seinem Album Sacred Love zu spielen.

00:19:12: Wie kam denn dazu?

00:19:14: Weil das ist ja auch total... Also es liegt ja nicht so viel Zeit dazwischen zwischen dem Punkt den du gerade erzählt hast und dann auf einmal einen Anruf von so jemandem bestingt zu bekommen.

00:19:25: Genau, genau!

00:19:26: Das ist echt wie auch wieder im Nachhinein.

00:19:31: Das sind Dinge die man anzieht wenn man diesen Mut hat und das Risiko geht dass man diese Entscheidung trifft.

00:19:38: Ich habe ja immer gespielt, auch in der Zeit wo ich nicht einsehen wollte dass ich eigentlich Musiker bin.

00:19:44: Weil ich bin da hingegangen und habe einen guten Job gemacht und dann bin ich nach Hause gegangen gesagt jetzt muss ich mich um meinem Studium kümmern.

00:19:52: aber irgendwann mal als sich diese Entscheidung getroffen haben habe ich mich quasi mehr oder weniger abgeschlossen im Proberaum und hab mir einen Plan gemacht.

00:20:05: Jetzt von acht Uhr bis ich hungrig bin und übe.

00:20:10: Ich hatte das Gefühl, dass ich sehr viel nachholen muss.

00:20:14: Und wenn ich übe oder so ... Das habe ich alles selber im Kopf.

00:20:18: Ich wollte einfach nur zur Musik spielen.

00:20:21: Wenn ich gespielt habe und ein Problem gemerkt habe, habe ich da angehalten und gesagt, warum habe ich dann ein Problem?

00:20:29: Wie kann ich best passende Übungen machen, damit ich es kann?

00:20:33: Einfach instinktiv!

00:20:35: Und dann ging das weiter.

00:20:36: Dann habe ich angefangen zu unterrichten, was auch eine ganz neue Erfahrung für mich war, weil ich wusste nicht wie ich unterrichte und das hat mich natürlich auch geholfen viel extremer mit dem Auseinanderzusitzen, was ich mache und was ich spiele und was Ich beibringen soll.

00:20:55: Ja und dann hab' ich mit mehreren Bands gespielt.

00:20:59: im Bereich der Weltmusik waren wir echt viel.

00:21:04: Und dann eines Tages in meinem Geburtstag war das, dass ich den Kohl bekommen habe.

00:21:10: Von einem Co-Produzenten und Stink der Kippa hieß er.

00:21:16: Genau, die hätte mein Nummer von Manukache gekriegt.

00:21:19: Manukace kannte sich überhaupt nicht zur Zeit.

00:21:21: Er hat sich festgestellt, dass er bei den Aufnahmen beauftragt wurde, die man in Paris zu finden, der Percussion spielen kann... und unterschiedliche Sachen zu spielen kann.

00:21:35: Ja, er hatte einen Freund in einer Radiostation, war der mit ihm eng befreundet, der hieß Bella Bowie.

00:21:42: Also dieser Bella Bowier hat Manu Kache ein Song vorgespielt, hat gesagt, guck mal das läuft die ganze Zeit im Radio, das ist cool!

00:21:52: Und ja, da hat er mich da gehört.

00:21:55: auch wer ist der Packaginist?

00:21:57: Der und der müssen wir gucken, wer ist das?

00:22:01: Dann haben die Sänger angerufen, meine Nummer klar gemacht.

00:22:06: Und dann ... und dann auf einmal war ich ... Hatte die Nummer meiner Katsche dem komprobezenten Keeper.

00:22:15: Ich krieg den Anruf in meinen Geburtstag, im Jahr two-tausend zwei.

00:22:19: Damit ich zwei-tauend drei in Februar komme.

00:22:22: Gut!

00:22:24: Dann war ich da, hab irgendwie alles geschleppt was zu schleppen ist.

00:22:30: Ich kann mich daran erinnern, eine A-Klasse.

00:22:34: Und bin nach Paris gefahren und war im Studio und habe alles aufgebaut... ...und dann auf einmal gucke ich da, da kommt Testing auf mich zu.

00:22:42: Das erste was sie sagt, Salam!

00:22:44: Vielleicht dachte ich, salam!

00:22:47: Aber was hast du mitgebracht?

00:22:48: Sie ist ein desgut.

00:22:50: Nehmen wir alles.

00:22:52: Eigentlich war es geplant, ich wusste überhaupt nicht welche Musik das sein wird.. ..und ich sollte eigentlich nur die Single spielen nach Hause waren.

00:23:04: Aber als ich dann angefangen habe, aufzunehmen und die Sachen die Spuren abzubauen da war der total begeistert hat angefangen zu tanzen im Regierau.

00:23:13: das waren den Megastudios in Paris.

00:23:15: Ich weiß gar nicht mehr ob sie existieren.

00:23:18: Ja und dann dann hat er mich gefragt ob ich länger bleibe Im Hotel Und dass ich länger ein Studio bleibe.

00:23:31: drei vier Tage Mach ich ausnahmsweise.

00:23:39: Ja, ich hab dann einfach irgendwie die ganzen ... Trotz viel Samples habe ich viel live dazu gespielt unter anderem mein Song was ein Grammy ausgerechnet gewinnen wird das Duo mit ihm und Mary J Blood.

00:23:54: Und so ging das.

00:23:54: Dann hat er mich nach den Aufnahmen gefragt ob ich zu DVD-Aufnahmen kommen möchte.

00:23:59: danach Hat mich gefragt wie Tour?

00:24:01: Und dann giggt das von der Tour zu den anderen Und das hat mein Leben komplett geändert.

00:24:09: Als ich im Studio war, habe ich das überhaupt nicht kapiert.

00:24:12: Ich war beschäftigt mit der Musik und Gott sei Dank war ich nicht belastet, weil das war mein erster Popgegen.

00:24:23: Ich hab seine Musik nie gespielt vorher.

00:24:25: Ah, das wollte ich fragen!

00:24:28: Seine Musik überhaupt nicht gehört... ...und er sagte auch sehr oft zu bestimmten Gelegenheiten, brauchst du nicht ein Spiel?

00:24:38: Was du denkst, Spiel was du machst.

00:24:40: Und ich hatte die Freiheit und da wurde alles genommen und ... Ich hatte Gott sei Dank echt... Es ging alles relativ gut.

00:24:49: Ich hab auch eine Menge First Take gemacht!

00:24:54: Und war echt ne gute Atmosphäre, es war viel bloß alles so richtig, so wie der Schicksal.

00:25:01: Ich glaube nicht an den Schicksalen aber so wie die Energiefluß da an dem Tag war oder an den Tagen, die ganze Zeit dann erst nach dem... Auf dem Rückweg.

00:25:17: Da hatte ich irgendwie so eine Blase im Magen und sie sagten, ist das Sinn?

00:25:21: Was war das jetzt gerade?

00:25:24: So, da wurde mir immer mehr klar, weißt du?

00:25:27: Und ich musste halt einfach alles ändern weil der Manager hat mir gesagt hast Du eine E-Mail, Du musst dir eine E mail einrichten.

00:25:34: Das ist für heute so Science Fiction.

00:25:37: Damals hatte ich keine E-Mail, ich hatte kein Computer.

00:25:39: Ich musste alles besorgen, damit sich kommunizieren kann.

00:25:44: Und von dem Punkt aus hat sich mein Leben komplett

00:25:48: geändert.".

00:25:49: Das ist ja jetzt über zwanzig Jahre her und du spielst bis heute mit ihm immer wieder.

00:25:56: Du warst auch dann in den ersten viele Jahren lang sehr viel mit ihm unterwegs.

00:26:01: Man ist natürlich krass wenn man jetzt über jemanden spricht wie ihn der ja alleine schon, wenn man die ganzen Songs nimmt, der so viele Hits einfach geschrieben hat.

00:26:14: Ja, die sich über viele Jahrzehnte einfach ins Bewusstsein der Menschheit festgebrannt haben sozusagen.

00:26:23: und dann ist er ja... es gibt ja so viele Sachen, das ist ja ein tierischer Sänger spielt unheimlich gut was wie ich finde und es gibt so viele Aspekte, die ihn besonders... die ihn auszeichnen oder ihn besonders machen.

00:26:38: Aber aus deiner Perspektive, wenn du mit ihm dann arbeitest oder Musik machst.

00:26:45: Was würdest du denn sagen?

00:26:46: Also was zeichnet ihn am meisten aus?

00:26:50: Ein guter Mensch!

00:26:52: Als erster ein guter Menschen.

00:26:54: Ein ganz gebildeter Mensch der viel gelesen, der viel gesehen und über Menschen weiß sehr spirituell.

00:27:04: Ein Mensch der sich nicht mit dem Äußeren beschäftigt Ein Gentleman, ein Mensch mit sehr vielen Mitgefühlen für Mensch, Tier und Erde.

00:27:16: Und ja... Ein Mensch der authentisch ist!

00:27:20: Das was er schreibt, das was er komponiert, ist das, was da ist?

00:27:24: Ja und das war da wirklich meint.

00:27:28: Ja, das ist auch immer wieder so abgefahren finde ich.

00:27:31: Also weil ich habe immer das empfinden irgendwie dass das so diese beiden Aspekte so unweigerlich zusammengehören.

00:27:41: Ich finde immer, man kann das gar nicht trennen.

00:27:43: Jemand kann eigentlich nur so Musik machen wie er auch als Mensch ist irgendwie und es geht gar nicht anders.

00:27:51: also wenn man ehrlich ist?

00:27:54: Ja,

00:27:54: wenn man echt ist ja es gibt halt einfach in diesem großen wahnsinnigen Wildnis der Musikbusiness da gibts alles wirkliche.

00:28:04: aber Eine Sache kann ich dir sagen, mit meinen scheinen dreiundfünfzig Jahren.

00:28:11: Es bleibt einfach und am Leben nur das Authentische oder das Authentechste.

00:28:19: Das ist...das bleibt für ewig!

00:28:22: Alles andere sagt man auf Englisch wie in Revolving Door kommt rein und raus.

00:28:30: aber für die authentischen Sachen haben wir halt einfach einen Eine lange Lebzeit für die Ewigkeit.

00:28:39: Würde ich auf jeden Fall zustimmen, aber dann ist es auch wieder so authentisch zu sein.

00:28:48: Er fordert ja auch viel Mut oder Kraft hier und da gerade im Musikbusiness, aber auch im Leben insgesamt vielleicht.

00:28:58: Aber na klar!

00:29:00: Ich meine eigentlich auch das wieder.

00:29:03: Also wenn man... Ich berät jetzt nur von mir, ne?

00:29:07: sich zum Ziel gesetzt hat am Ende des Lebens, zu sagen ich bereue nix oder ich bin irgendwie cool damit wie es gelaufen ist.

00:29:15: Dann ist die Authentizität der einzige Chance oder der einzige Weg den man gehen kann.

00:29:23: Vielen Dank dass ihr eingeschaltet habt und euch diese Folge des Talking Spirits Podcasts anhört!

00:29:28: Wenn euch der Podcast gefällt gibt es ein paar Dinge die ihr tun könnt um mir dabei zu helfen ihn noch lange weiter produzieren zu können.

00:29:36: Bitte teilt den Podcast mit euren Freunden und leitet die Folgen, die euch gefallen an Menschen weiter, denen sie auch gefallen könnten.

00:29:43: Ihr könnt den Podcast dort wo ihr ihn hört auch abonnieren und auf Bewertungen und Kommentare hinterlassen!

00:29:50: Das hilft der Weiterverwaltung auch unheimlich und ich freue mich natürlich sehr eure Eindrücke zu hören zu bekommen.

00:29:57: Wenn ihr mich in diesem Ansinnen wirklich unterstützen wollt habt ihr natürlich auch die Möglichkeit Geld zur Spenden.

00:30:03: Ich produziere diesen Podcast ganze alleine und habe da echt sehr viel Freude dran.

00:30:08: Es ist aber auch wirklich sehr zeit-und arbeitsintensiv, deswegen freue ich mich über Spenden ganz besonders weil sie mir sehr helfen die Produktionskosten zu decken und auch in Zukunft so großartige Gäste in diesem Rahmen begrüßen zu können!

00:30:24: Den Spendending Link findet ihr in der Folgenbeschreibung.

00:30:28: Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und wir gehen zurück zum Gespräch.

00:30:36: Wir haben ja jetzt ein bisschen über das Ding gesprochen und du hast ja natürlich dadurch, dass du dann da am Start warst, bist du ja irgendwie mit sehr vielen anderen unglaublich großartigen Musikern in Kontakt gekommen.

00:30:49: Und das halt seit der Zeit also die letzten zwanzig Jahre unglaublich viel gemacht.

00:30:54: Also ganz viele unterschiedliche Sachen auch unterschiedliche Musikrichtungen und unterschiedliche Arten und Weisen Musik zu spielen, wohlgemerkt alles auf dem höchsten Niveau.

00:31:05: Und ja also gibt es... ich meine ne?

00:31:08: Ich würde dich jetzt gerne fragen weil du hast mit so vielen Musikern gespielt die ich total verehre oder liebe wie zum Beispiel Kaseya Jones oder Richard Bonar.

00:31:18: aber man kann ja jetzt es gibt ja so viele.

00:31:20: Also ich könnte dich zu jedem jetzt einzeln in irgendwas fragen Aber vielleicht zähle ich die Frage eher so.

00:31:25: also gibt das für Dich In diesen ganzen vielen verschiedenen Situationen die Du erlebt hast Gibt es welche, die dir besonders am Herzen liegen zusätzlich zu stinken oder an die du dich besonders gerne erinnerst?

00:31:40: Ja.

00:31:40: Es gibt... Weißt du letzten Ende wenn du von Musik lernen wirst oder willst dann weißt du ja das Musik entsteht nur im hier und jetzt.

00:31:52: deswegen ist es schwer in dem Moment.

00:31:55: für mich ist halt einfach Auf der Bühne komme ich mit jemandem und spiele, dann hat sich mein Leben bis dahin nur darauf eingespielt da zu sein.

00:32:04: Und es ist halt schwerer zu sagen dass ich da spiele gerne und da spiel ich spielen mit jedem unheimlich gerne und jeder Musiker mit dem ich spiele berührt mich auf einer besonderen Art oder jeder Art ist mit dem Ich die Bühnen begleite.

00:32:20: Berührt mich auch auf einer bestimmten Art und Gott sei Dank habe ich den Luxus viele Dinge mache, die mir gefallen und mich Bock haben.

00:32:30: Wo ich halt einfach auf der Bühne auch das genieße auch.

00:32:34: Weil es sich genießt eine schöne Stimme.

00:32:36: Deswegen mag ich gerne sehr oft mit Sängerinnen spielen weil ich genieß das einfach ein Song zu begleiten, die Stimme zu hören – das berührt mich!

00:32:45: Aber im Nachhinein finde ich halt... Ich habe gar keinen Unterschied.

00:32:53: Das alles hat wie ein Puzzle was dazu gebracht hat mir das Reichtum zu bringen, die Farbfältigkeit zu bringen.

00:33:02: Die ich nutze für mich als Perkationist wiederum zu kanalisieren und für mich hinein fließen zu lassen und das zu spielen wie ich jetzt spiele.

00:33:14: Sprich mit jedem den ich gespielt habe gibt mir das immer ein gewisses etwas was mich bereichert was mich lässt oder dazu dringt, besser zu spielen.

00:33:29: Und wenn ich mir einfach so jetzt aus dem Nichts, wenn ich mich gewünscht habe ... den meisten Menschen hab' ich ja nie geplant mit denen Spiele.

00:33:36: Das kam eigentlich auf mich zu!

00:33:37: Aber wenn ich mehr ein Wunsch hätte, mit jemandem zu spielen dann wäre das für mich Baku de Lucia.

00:33:43: Das habe ich mir immer gewünscht.

00:33:45: Kann nicht zu erfüllen?

00:33:46: Ja aber es ist halt einfach... Ich genieße halt einfach da sein Musik zu hören live zu sehen im YouTube und das so einfach, als Information.

00:34:00: Aber ansonsten ist es zum letzten Ende jeder Musiker, jede Konzert, jede Gelegenheit, jede Probe gibt ihr das gewisse Etwas um weiter nach vorne zu

00:34:10: kommen.".

00:34:11: Du hast ja eben gesprochen oder erzählt von der reichhaltigen Kultur wie von Ritmen in Afrika oder in Marokko, im Speziellen?

00:34:23: So und jetzt bist du ja auch jemand, also spielst nicht nur die afrikanischen Rhythmen.

00:34:30: Sondern bis Jahr, sagen wir mal sehr vertraut mit Rhythmen vom Balkan oder mit Lateinamerikanischen.

00:34:38: Also du bist ja jemand der sich für das Gesamtbild interessiert und sich damit beschäftigt.

00:34:45: Fällt dir das irgendwie schwer?

00:34:48: Wie empfindest du das?

00:34:49: Ordnest du die einen Kategorien oder ist es für dich... ist es eine Sache, die dann ein paar unterschiedliche Ausprägungen hat.

00:34:58: Das ist wie wenn du irgendwo in einer Party bist und an Abendessen untersetzen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

00:35:06: Je mehr Sprachen du sprichst, desto besser wirst du kommunizieren können.

00:35:11: Du wirst so Freundschaften schließen und du wirst Vertrauen gewinnen.

00:35:14: Es ist einfach genauso in der rhythmischen Sprache.

00:35:17: Wenn du eine Spur erfolgst, dann bleibst du halt einfach auf diese Spur.

00:35:21: Ist auch fein!

00:35:21: Es ist okay.

00:35:23: Aber für mich war es immer spannend, ich habe immer ... Das hat's gelebt bis heute.

00:35:31: Authentische Musik und traditionelle Musik aus jedem Kulturkreis.

00:35:34: Ich wollte immer wissen wie klingt die traditionellen Musik aus dem Afghanistan?

00:35:43: Wie klingt traditionell der Musik in Indonesien?

00:35:48: Bosnien.

00:35:49: Wie klingt die traditionelle Musik in Albanien?

00:35:52: In Westafrika, was weiß ich Senegal, Benin, Burkina Faso, Mali.

00:36:00: Wie klinkt sie dann in Lateinamerika?

00:36:02: das hat mich immer interessiert und diese Interesse war so groß dass sich auch neugierig waren.

00:36:08: Ich wollte es lernen und habe die ersten Jahre natürlich viel mit den marokanischen Sachen beschäftigt.

00:36:16: Dann die Einflüsse aus dem sogenannten Orient, sprich Ägypten, Libanon, Syrien, Irak.

00:36:25: Dieser traditionell Musik war die uns nahelang und von da aus natürlich weil Afrika ist in Marokko sehr präsent gerade den Rhythmen.

00:36:35: Als ich in Deutschland war hatte ich auch viel mit westafrikanischen Musikern gespielt was mir natürlich unheimlich viel gebracht hat.

00:36:43: und diese Komplexität der Stimmen In der Rhythmik, die Basslinge.

00:36:50: Die erste Stimme, zweite Stimme und dritte Stimme gerade in den bestafrikanischen Brooks Das ist so reich.

00:36:56: Es ist unfassbar Was das alles drin.

00:36:59: da ist der Funk Da ist Jazz Da ist Swing drin Da ist R&B Da ist Feuer Da ist alles drin.

00:37:08: Und das habe ich besaubt.

00:37:09: und dann irgendwann mache ich mich für latinamerikanische Sachen auch interessiert Und das ist wie bei den Sprachen Wenn du eine Sprache kennst, dann helft dir das bei der zweiten Sprache.

00:37:20: Und wenn du zwei Sprachen kennst hälft ihr das viel schneller bei der dritten Sprache und die Neugier ist immer noch da.

00:37:26: natürlich kann ich nicht alles perfekt aber Ich mag gerne lieber von jedem etwas als gar nichts.

00:37:35: Das finde ich sehr schön gesagt.

00:37:37: ich meine weil ne?

00:37:39: Dann ist ja wirklich die Frage so wie man.

00:37:42: Also man kann jetzt natürlich sagen, es gibt ja Leute die entscheiden sich für eine Richtung und machen nur das.

00:37:48: Und werden dann darin irgendwie besonders gut und können machen aber dann halt nur sprechen nur eine Sprache wenn du so willst.

00:37:55: Für mich war das wäre das auch eher unnatürlich weil ich bin auch irgendwie so.

00:38:00: mich interessiert einfach Musik insgesamt und nicht.

00:38:05: ich finde das unglaublich spannend.

00:38:09: also eigentlich freut man sich Wenn man noch wie ein Kind, wenn man so neue Sachen entdeckt und was hört.

00:38:16: Was einen irgendwie anspricht?

00:38:18: Was man noch nicht kennt und das ist ja auch wieder hat man eben schon.

00:38:21: Das ist ja das Schöne dass dieser Prozess eigentlich auch nie aufhört so richtig.

00:38:28: Ja du bist ja.

00:38:31: also wenn es jetzt darum geht deine dein Instrumentarium zu beherrschen bist du ja unglaublich virtuosa Perkessionist.

00:38:41: Aber wenn ich dir zuhör oder wenn nicht so dich sehe in diesen verschiedenen Kontexten, oder wir haben ja auch zusammen gespielt schon.

00:38:51: Spielst du immer für die Musik und für den Song.

00:38:54: das heißt also die virtuosität steht nie im vordergrund es sei denn es gibt einen Grund dafür.

00:39:02: wie ist deine perspektive auf diese ganze fragestellung?

00:39:07: Also was ich meine es gibt ja viele die halt tierisch gut irgendwas können.

00:39:13: Und man guckt sie jetzt an und hat das Gefühl, den geht es halt auch sehr darum, dass zu zeigen, dass sie irgendwie tierisch krass sind.

00:39:21: und so was mich bei dir so berührt und beeindruckt ist, dass du halt trotz allen aller Fähigkeiten, die du hast immer... Dass der Song immer im Vordergrund steht und die Musik im Vordern steht und nicht ich zeige jetzt mal weil sich kann.

00:39:38: Ja also Das hat zum einen mit meinem Pferdegang als ganz kleiner Junge.

00:39:47: Ich habe immer begleitet, ich bin ein sehr überzeugter Begleitmusiker.

00:39:53: Manchmal auch Luxusbegleit Musiker.

00:39:55: aber ich kann mich widmen der Sache und ich möchte es auch und ich finde das halt super wichtig!

00:40:04: Um ganz von hinten anzufangen, die Frage immer warum kriegst du die Jobs?

00:40:08: Ja genau aus dem Grund.

00:40:12: Weil wenn du auf der Bühne kommst und dann gibt's diese Konstellation da gibts jemand der singt hat ein Message rüber zu bringen.

00:40:22: wie will den Leuten was erzählen?

00:40:24: und erholt dich als Musiker um ihn zu helfen und das zu verpacken jeder in seiner Abteilung.

00:40:30: nur Du hast nicht nur die Verantwortung diesem Sänger gegenüber der Sängerin, sondern auch noch dieser Band.

00:40:37: Und ich habe durch die Schule von Sting gelernt – das stehen auch wie du weißt wahnsinnige Musiker!

00:40:43: Ich hab gelernt spielen nicht ein Signal, gibt kein Signal von dir was nicht dazu bringt, die Band besser klingen zu lassen oder den Sänger-Sängerin besser klingeln zu lassen.

00:40:55: Das heißt, ich bin verantwortlich wenn ich irgendwas spiele, das was ich spiele lässt das Ganze besser kringlen.

00:41:01: Und diese Philosophie habe ich mir so eingeprägt, manchmal natürlich in einem Instrumentalmusik-Contest habe ich mehr Freiheit.

00:41:11: Aber ansonsten die Musik, die Melodie und die Komposition, die gibt es mir schon, verrät mir wie ich den Song begleite.

00:41:21: Da bin ich sehr gerne songedienlich oder musikdienlich.

00:41:26: Natürlich hat das Wienerum mit der spirituellen Dimension, dass du nicht dein Ego folgen sollst.

00:41:37: Sondern du solltest wenn es geht möglichst egofrei in die Musik reingehen und wenn du spielst oder drin bist hat sowieso das Ego kaum Raum Wenn du dich zu darauf einlässt und dich widmest.

00:41:52: Du brauchst eine Widmung.

00:41:54: Man muss dich im Klaren sein weil das haben auch viele Musiker ob die Jung oder später Sie haben.

00:42:01: manchmal begegnen sie nicht diesen Moment, wo sie entscheiden müssen.

00:42:05: Bin ich eigentlich gerne auch nur Begleiter?

00:42:09: Dass die Frage stellen sich gar nicht vor.

00:42:12: Die denken immer es geht um mich.

00:42:15: Sobald ich auf die Bühne gehe, es geht überhaupt nicht um dich und das geht ja weiter.

00:42:20: Je älter du wirst alles was du wissen wirst Es geht da überhaupt nicht Um Dich!

00:42:26: Die Musik existiert ja schon.

00:42:30: Wir denken immer, wie machen die Musik?

00:42:32: Die Musik existiert ja schon.

00:42:34: Die Töne existieren bevor unser Existenz... ...die Musik realisiert sich nur durch uns!

00:42:40: Wir müssen einfach unseren Handwerk lernen,... ...wir müssen auf die Bühne gehen, Instrumente lernen und spielen,... ...und die Musik wird sich durch uns manifestieren.

00:42:51: Aber sonst haben wir sie nicht entdeckt.

00:42:54: Aus dieser Arroganz müsste ein Musiker irgendwann mal raus.

00:42:59: und wissen, dass es gar nicht um den einen geht.

00:43:02: Und da, weil wir davon sprechen finde ich auch das Wort Talent ist sehr oft missverstanden.

00:43:16: Talent ist nicht nur das Instrument zu spielen, finde ich – das ist Handwerk!

00:43:20: Das Talent sind wie weit du auf der Bühne dienen kannst, dich öffnen kannst.

00:43:26: Wir sind ja wie Kanäle auf der bühne.

00:43:29: Wir nehmen es ja von irgendwo her, sitzen das oben und geben das hoffentlich erfolgreich bei den Zuhören.

00:43:37: Und es gibt am dem Moment ein B-Bytes du dich öffnen kannst damit du so viel bekommen kannst, damit du wiedergeben

00:43:44: kannst.".

00:43:45: Ich finde halt auch immer das was ich in der Musik lernen durfte.

00:43:50: bisher also gerade wenn's um solche Dinge geht hat mir sehr oft sehr viel geholfen auch im Leben.

00:44:00: Insichtlich der Frage, wie geht man mit sich selber um?

00:44:03: Wie geht mal mit anderen Menschen um zum Beispiel?

00:44:05: oder man kann sich ja die Frage stellen was ist eigentlich meine Aufgabe?

00:44:10: also warum bin ich auf dieser Welt?

00:44:12: und da gibt es eben auch eine Verbindung zwischen.

00:44:15: für mich also in meinem Leben gibt's eine Verbindung zwischen meiner Aufgabe in der Musik und meiner Aufgabe im Leben.

00:44:21: idealsterweise du wirst das im Leben Du willst das übertragen von der Musik auf dein Leben.

00:44:29: Das wäre ideal, weil die Musik wird dir alles zeigen und wenn du dir vornimmst ich möchte im Leben weiter leben genauso wie ich auf der Bühne als Musiker existiere dann hast du alles richtig gemacht.

00:44:42: Wenn man sich für solche Dinge eröffnet kann man einfach besser werden nicht nur als Musikern sondern auch als Menschen.

00:44:51: Ich kann mir nicht vorstellen dass jemand mit einem guter Musiker der irgendwie so ein schlechter Menschen sein kann.

00:44:58: Kann ich mir schlecht vorstellen, aber letzten Ende was macht dich ja aus als Musiker?

00:45:04: Dass du besonders klingt, dass du individuell bist, dass von dir nichts zweimal gibt und dadurch kannst du vieles definieren auch, was ist moral, was sind Prinzipien?

00:45:17: wie bin ich dann, wie kann ich authentisch als Musik auf der Bühne bin und das zu übertragen aufs Leben?

00:45:23: Ich finde das einen Weg was jeder Musiker eigentlich gehen soll.

00:45:27: Eine Frage habe ich im Bezug auf dein Instrumentarium sozusagen, wir haben ja eine Platte zusammen aufgenommen mit dem Gert Carpo Da hast du ja Percussions gespielt Du hast aber auch deinen Hybrid-Drumset gespielt Als wir dann die Takes gemacht haben.

00:45:44: Ich konnte dich ja sehen und so Das ist ja auch unglaublich wie du das spielst.

00:45:50: dann Wie bist du zu diesem Hybrid-drumset gekommen?

00:45:53: Ja, das Prinzip war einfach akustisch begleiten und leise wie es geht.

00:45:59: Und das fing an auf Tour mit Stink bei Dominic Miller.

00:46:02: der Gitarist hatte seine Platte rausgebracht und hat ja halt einfach während der Tour Shows gemacht Midnight Shows und manchmal in Day Offs auch ein Geek.

00:46:15: und dann hat er gefragt ob ich Bock hätte mitzumachen.

00:46:19: Damals, ich hab damals vorher damit angefangen.

00:46:24: Aber mit Dominik hat sich das kristallisiert.

00:46:28: Ich habe ein bisschen meine Experimente dort gemacht.

00:46:31: Also es fing alles mit so einem Cajon.

00:46:35: und dann habe ich dann irgendwann mal gedacht, okay, ich brauche irgendwas Backbeat-mäßiges, ich brauch was Hi-Hat-mäßiges ... Ich kann vieles aus dem Schlagzeug nehmen aber auch immer Alternativen vom Sound her.

00:46:48: Und so hat sich das entwickelt und witzigerweise als Rechtshänder, wie den ich die Klappon mit links.

00:46:53: Ich weiß nicht warum.

00:46:54: Vielleicht weil ich instinktiv meine rechte Hand, die starke Hand für die Subdivision und Timing gelassen will aber das hat sich halt einfach echt so von nichts.

00:47:07: Dann habe ich dann die Jumbo Links gelegt, hab mir meine Darabuka genommen dazu.

00:47:12: Manchmal sitze ich einen Rahm-Trommel als Snare, oder ein Rahmtrommler als Tom.

00:47:16: Manchmal setze ich doch in Tom oder Snare.

00:47:19: Ich muss dann immer gucken, dass das alles eine Balance hat.

00:47:22: Manchmal muss sich die Snares dämpfen, damit sie auch zum Karron passen.

00:47:27: nicht, dass die Snare so laut ist.

00:47:30: Das macht keinen Sinn?

00:47:31: Genau und habe dazu Becken genommen ... Aber auch das Ganze ist entwickelt.

00:47:39: aus der Frustration, Hintergrund waren viele Schlagzeuger auch nicht in der Lage, das zu spielen was ich im Kopf hatte.

00:47:50: Was ist jetzt für Aufnahmen oder für bestimmte Sachen?

00:47:54: Ich habe es dann mir selber gemacht so weil ich halt nicht so ein Schlagzeuge bin und nicht so einen super Reflex mit dem Fuß habe.

00:48:02: Für den Pedal bzw mein Pedal, mein Fuß nicht geübt ist für sowas.

00:48:09: Habe ich mir gedacht ich mache das mit Kachon.

00:48:12: Das ist auch ein Hauptgrund für mich.

00:48:14: Also das ist ja wirklich was, was dir komplett zur Eigen ist!

00:48:18: Ich kenne keinen der so einen Set-Up spielt und wo das dann auch so klingt wie bei dir ne?

00:48:25: Es gibt mittlerweile... ich bin froh dass ich auch viele inspiriert habe, gut sei Dank!

00:48:29: Es gibt natürlich viele die das machen und auch hervorragend weil sie das entdeckt haben als Berker-Chinisten, dass die auch im letzten Ende auch die Hauptrolle überleben in einer Band Nicht der Begleiter, aber Kassel nicht.

00:48:44: Sondern einer der sich um das hauptsächlich Rhythmische auch in der Welt kümmern kann.

00:48:50: So genau und Sänger singen einen lieben das sehr oft gerade wenn die im kleinen Rahmen spielen.

00:48:56: das ist perfekt.

00:48:57: Ja klar weil man dann ne?

00:48:59: Weil man die Möglichkeit hat so zu spielen dass das die Dynamik nicht kaputt macht.

00:49:04: wir haben ja vorhin über die Gumre gesprochen.

00:49:07: Du spielst ja dieses Instrument auch, der dreiseitige marokkanische Bass.

00:49:11: Schreibst du eigentlich auch Musik?

00:49:13: Also so in Richtung mal irgendwann Solo-Album zu machen?

00:49:17: Ja ich habe sowas gemacht Zarte.

00:49:21: Ich hab einiges in der Schublade aber ich denke nur per Kassen und Rhythmus und für mich ist die Komposition in den Farben.

00:49:31: Ich könnte dir auch einmal eine Kompilation schicken das du mal hörst.

00:49:36: Aber ansonsten, ich will irgendwann mal das bringen.

00:49:39: Genau das was ich kann und was ich bin... Ich hatte damals ein Konzept.

00:49:46: Wollte sich entwickeln mit Zenheiser Und das als App ausbringen Mit meiner Musik.

00:49:51: aber dann kam die Pandemie hat sich das verschoben und Zenheizer in der Schweiz wurde irgendwie verkauft.

00:50:00: Jetzt muss ich mal gucken!

00:50:01: Ich will das auch ausbringen weil ich habe einiges gesammelt.

00:50:05: jetzt Was ich möchte, ich möchte halt einfach diese Percussion-Welt halt den Leuten zeigen.

00:50:11: Den halt einfach dass sie da reintauchen und dass die halt einfach das Intensiv hören weil sehr oft bringen die das nichts alleine zu hören.

00:50:21: Genau ich will dir mal was schicken.

00:50:23: vielleicht kannst du mal das hören und mehr sagen was du meinst?

00:50:26: Ja gerne total gerne würde mich sehr freuen!

00:50:30: Ja du hast ja gerade gesagt du möchtest gerne den Leuten diese Percation Welt eröffnen in der sie die Möglichkeit haben, das nicht nur als Gewürz zu erleben.

00:50:40: Und du hast ja eben auch erzählt oder erwähnt, dass du auch schon lange unterrichtest?

00:50:47: Ich unterrichte schon gerne nichts sehr oft wie alle wissen.

00:50:55: aber weil ich nicht glaube an diesen...ich komme jetzt und versuch dir irgendwie jetzt, wie du spielst oder wie du spielen kannst und ich weiß, dass Du nichts machst Aber ich glaube eher an der Beziehung Lehrermeister oder Lehrling-Meister.

00:51:13: Wenn man das will, dann würde ich mit ihm oder ihr den Weg gehen und wenn man irgendwas beibringt, dann entbloss sich ja.

00:51:24: Das was ich spiele ist das was wir nicht, was ich bin weißt du?

00:51:28: Die Rhythmen, die ganze, das ist meine Biografie Und ich unterrichte schon den Mannheim als Gastrozent.

00:51:38: Im Börlkleber war ich sowohl in Boston, als auch im Valencia und öfters in Form von Workshop und so.

00:51:48: aber ich gehe damit immer so um.

00:51:52: Ich könnte mal dahin gehen und Blätter daher verteilen und den Rhythmus, den Rhythmus, den Rythmus.

00:51:56: Aber ich mag gerne in die Tiefe gehen.

00:52:00: Das macht halt einfach diese Art Unterricht raus.

00:52:04: Es gibt viel um Instinkt, es geht um Gruf.

00:52:06: Es geht um dererere Dimensionalität wenn du einfach das Ganze ran gehst mit einem Blatt.

00:52:12: Ein Blatt ist ein Dimensionale und so wird's zu klingen.

00:52:15: dann aber wenn man dann irgendwie versucht den Menschen den Gruf so beizubringen und durch Etappen das zu vereinfachen dass sie diese Stufe lernen und die nächste Stufe und dann sind die da dann lernen die wirklich das ganze vom Miederecke und das fühlt sich ganz voll, mehr dimensional an.

00:52:37: Das ist irgendwas was dir mitnehmen und es bleibt in deren Kopf weil wir können das ja fast umarmen Wir können das Ja Anpassen!

00:52:45: Wir können richtig wahrnehmen im Raum den Rhythmus Und auf dieser Art setze ich sehr viel und für mich ist es wichtig so zu unterrichten Mit irgendwie aufstehen und den Beat stampfen mit der Hand und Singen vor allen Dingen.

00:53:01: Wenn du keinen Rhythmus singen kannst, dann kannst du es auch nicht

00:53:04: spielen.".

00:53:05: Ich meine das gibt ja ein bisschen was man musikalisch vermittelt.

00:53:08: aber es gibt ja auch das Business was sich über die letzten Jahrzehnte stark verändert hat.

00:53:13: Was wäre denn dein Tipp für junge Musiker in Bezug auf also wenn jetzt einer sich vornimmt?

00:53:20: ich möchte Also das beruflich machen professionell arbeiten.

00:53:23: Was würdest du die jungen Leuten empfehlen, die das als Ziel haben im Bezug auf das Musikbusiness?

00:53:29: Ja erstmal muss man sich in Sicherheit also sicher sein dass man das macht wenn man das liebt weil Das ist das wichtigste Weil du musst dich jetzt nicht irgendwie Du weißt ja genauso du wie ich mit einer Stunde oder zwei Stunden ist nicht angetan sondern das ist deine wenn du dich entscheidest Musik zu machen, das kannst du nur aus Liebe machen und dass man authentisch bleibt.

00:53:59: Dass man seine eigene Stimme findet.

00:54:01: Das Ziel ist anders zu klingen wie alle anderen Und dass man immer die Philosophie betritt an sich zu arbeiten und es nie zu energet mit dem Lernen Einfach ein guter Mensch zu sein, sich weiterzubilden.

00:54:22: Als Musiker bist du ja ein Botschafter.

00:54:25: Du musst immer ein gutes Bild von dir geben, du musst gucken, dass sobald einfach viel Reis viele Kulturen kennenlernt, viele Musiksorten ... Musikarten, Musikrichtungen irgendwie macht's Besuchsspiel ohne dass du dich da drin verlierst sondern das ist wie auf einer Autobahn Radstätte versuchen.

00:54:48: Einfach mal kurz tanken Eis essen und weiter geht's.

00:54:53: Sehr schönes Bild!

00:54:55: Genau, wenn man auf der Bühne ist immer die Maxime nie vergessen.

00:55:05: Es geht nicht um mich was wollen wir hier machen?

00:55:08: Was wollen wir realisieren?

00:55:10: Was muss am Ende kommen?

00:55:13: wie kann ich dazu beitragen dass diese Mission stattfindet Und immer authentisch bleiben, pünktlich sein, diszipliniert sein, sportlich bleiben und zuhören.

00:55:34: Ganz ganz entscheidender Punkt!

00:55:37: Ich würde sagen wir nähern uns zu dem Ende des Gesprächs für heute.

00:55:42: vielleicht gehen wir mal kurz von der Musik weg und zwar wir leben ja irgendwie in einer sagen wir mal komplexen zeit.

00:55:51: also vereinfacht ausgedrückt es gibt ja jetzt in der gesellschaft viele entwicklungen die mir zum beispiel persönlich sorge machen oder wo ich so draufschauen denke oh mal sehen was da wie sich das entwickelt.

00:56:07: und die frage wäre also wie siehst du eigentlich den derzeitigen stand der gesellschaft in der will leben?

00:56:18: Ich finde halt einfach... Es manifestiert sich letzten Endes, diese Essenz immer.

00:56:26: Dass nichts bleibt wie es immer ist.

00:56:28: Das ändert sich immer und diese Änderungen denken wir immer das wird immer zum Besseren.

00:56:33: Es ist immer beides da.

00:56:35: du wirst der Wahnsinn im Moment dass wo du denkst wo die Demokratie und Menschenfreiheit ist auf einmal gilt das nicht mehr.

00:56:46: Es kommt mir sehr oft auf, dass einiges nur gelogen wird.

00:56:50: Dass bestimmte Gesetze nur für bestimmte Menschen gelten und die anderen nicht.

00:56:57: Ich kann im Moment halt einfach nicht davon ausgehen, dass das was ich gewusst habe, wird stimmen.

00:57:06: Bezogen auf Systeme, Länder, Prinzipien.

00:57:11: Aber es ist halt das Leben, Als wir kleine Kinder war in einem Geschichtunterricht, haben wir über diese großartigen Zivilisationen gelernt.

00:57:23: Die Ägypter die Inkas, die Babylon, Altengriechen die Roma.

00:57:29: aber wo sind sie denn?

00:57:32: Wo sind die denn?

00:57:33: Die Frage ist da hat jede Zivilization irgendwie eine Art programmierte Implosion in sich dass es irgendwann mal den Berg runter geht?

00:57:45: manchmal habe ich das Gefühl Treffe ich wieder Menschen auf der anderen Seite der Welt und dann sehe ich, ja.

00:57:54: So ist es!

00:57:55: Das ist die Welt, das ist die Erde.

00:57:56: Die ist rund.

00:57:57: Auf einer Seite kippt's und dann auf der andern Seite gehts hoch.

00:58:02: Aber um da auf deiner Frage zurückzukommen... Ich finde es im Moment gerade in Europa und dass was passiert in... ...Palestina finde ich menschenunwürdig Und ich find' wir sind alle verantwortlich dafür dass es solche Wege genommen hat, das finde ich echt unerhört.

00:58:26: Ich finde kein Mensch sollte mehr leiden.

00:58:31: Ich verstehe das nicht!

00:58:33: Wie gesagt, ich reise sehr viel und meine einer der beeindrucksten Momente für mich als ich in Japan war und im Museum von Hiroshima war.

00:58:43: die E-Bombmuseum ging da über zwei Stunden eigentlich vom Anfang an, aber ich wollte es mir antun damit ich weiß was das heißt.

00:58:57: Du siehst diesen Elend und dir wird durch die Bilder oder Videos ein bisschen klar was das war Und dann kommst du aus diesem Museum wirklich vollkommen verwirrt.

00:59:09: Die erste Frage in deinem Kopf kommt Wie viel muss passieren?

00:59:15: Damit der Mensch versteht wir brauchen keine Kriege mehr?

00:59:18: Was muss noch alles passieren?

00:59:20: Aber irgendwie habe ich das Gefühl, der Mensch trägt halt einfach so eine Art kollektiv, eine programmierte Kollektive Insanity.

00:59:29: Eine kollektive Verrücktheit.

00:59:33: Irgendwie man ist sie aktiv mal ist die inaktiv.

00:59:37: aber im Großen und Ganzen wenn wir wollen dass es Gleichgewicht bleibt Wir müssen unser Kindern an unseren Kindern arbeiten Und denn beibringen.

00:59:49: Was ist die Essenz?

00:59:51: Was ist Würde, was ist der Mensch?

00:59:53: Was ist Recht?

00:59:54: Was heißt Freiheit?

00:59:56: Intensiv den das beibringen und nicht die Vollschütteln mit Kram, was sie später nicht gebrauchen können.

01:00:03: Sondern ich finde mal langsam sollte man einfach Spiritualität heißen.

01:00:09: Und nicht irgendwie isoterisch über irgendeinen Kram zu reden nein!

01:00:14: Sondern Spiritualität bezogen auf philosophische Fragen.

01:00:18: Ich finde Philosophie sollte niemals aus den Schulen rausgekickt werden und niemals aus Unis.

01:00:24: Philosophie sollte immer weiter gelernt haben, das ist das was uns ausmacht.

01:00:29: Und wenn wir Menschen halt einfach gerade in diesen schnellen Zeiten der Scroll-Gesellschaft, also die Menschen sind bombardiert mit vielen Sachen.

01:00:40: Die jungen Menschen können gar nichts verarbeiten, weil sie einen Moment sehen, die verstümmelte Kinder aus dem Krieg.

01:00:48: Im nächsten Moment kommt ein Arsch von Kardashian.

01:00:53: Die haben keinen Bezug zum Mitgefühl, um sich mit irgendwas auseinandersetzen.

01:01:00: Es ist alles so schnell wie es fehlt dieser riesen Säule die uns Menschen ausmacht.

01:01:09: Spiritualität und Mitgefühlen für andere fühlen.

01:01:13: Wenn einer leidet auf der anderen Seite der Welt heißt nicht dass er weit entfernt von mir ist.

01:01:18: irgendwann wird mich das nachholt.

01:01:20: Das ist ja genau der Punkt, den sich halt viele nicht so bewusst machen.

01:01:25: Und ich meine für mich ist das aufgrund meiner Geschichte halt so eine Sache.

01:01:30: Klar hier im westlichen Teil Europas oder in der westlichen Welt hatten wir jetzt viele Jahrzehnte... Oder hatten die Leute viele Jahrzente das große Glück im relativen Frieden gelebt haben zu können?

01:01:47: Ich bin aber mit dem, was ich erlebt habe und vor allem wenn man auch die Nachwirkungen so beobachtet.

01:01:53: Bin ich absolut überzeugt davon, dass zu jeder Zeit auf der Welt an jedem Ort das passieren kann.

01:02:01: Und dass wir nie davor gefeit sind.

01:02:04: Und da ist so eine Sache, die machen sich halt viele nicht wirklich klar finde ich.

01:02:08: Das ist sehr bedauerlich!

01:02:11: Wir haben nur eine Chance... ...die Kinder einfach Und dass wir das in Medien können, wir vergessen.

01:02:20: Das alles irgendwie verläuft anders aber... Wir müssen das ausnutzen damit wir das Gute, das Positive, das Lichtvolle verbreiten.

01:02:31: Wir müssen den Kindern die immer wieder das reinreden und die immer inspirieren.

01:02:37: Ja und da ist tatsächlich die einzige Chance die man hat.

01:02:41: also ich kann das zum Beispiel in Bosnien beobachten.

01:02:44: oder ob dem Ball kann Wo?

01:02:46: ja jetzt, also das Ende des Krieges in Bosnien ist bald dreißig Jahre her.

01:02:52: Und leider ist sagen wir mal wenn man den Zustand der Gesellschaft sich anguckt und die politische Situation... ...ist das jetzt sogar viel schlimmer oder viel... Ja doch!

01:03:06: Also der Hass oder so die Segregationen ist viel größer als dies am Ende des Krieges war.

01:03:14: Es gibt in Bosnien Leute, die sagen im Krieg fanden wir es besser weil wir da zusammengehalten haben.

01:03:20: und wie absurd ist das wenn ein Mensch der das erlebt hat so eine Aussage trifft.

01:03:25: Was man aber beobachten kann?

01:03:26: Es gibt ja jetzt schon Generationen von jungen Leuten die den Krieg nicht mehr miterlebt haben also die nach dem Krieg geboren sind.

01:03:35: Die fangen schon an irgendwie andere Sichtweisen zu entwickeln Und wieder zurückzugehen zu dem wovon du eben gesprochen hast.

01:03:45: Und deswegen, also da ist tatsächlich die einzige Chance den jungen Leuten eben andere Werte und andere Perspektiven wieder zu vermitteln.

01:03:56: Ja hoffentlich!

01:03:58: Hoffentlich!

01:04:00: Ja okay lieber Rani!

01:04:02: Danke schön!

01:04:04: Ja danke dir.

01:04:05: das ist echt so eine große große Ehre und Freude.

01:04:09: Ganz

01:04:10: meinerseits, danke mein Lieber für deine Zeit Und dass wir uns ausgestauscht haben in einer entspannten Atmosphäre.

01:04:17: Gibt es denn zum Schluss etwas, was du unseren Zuhörern noch mitteilen willst?

01:04:27: Ja als Musiker würde ich jemand sagen hey unterstützt die Musik geht und erlebt Musik live.

01:04:33: das ist das einzige was uns am Leben und Das ist das Einzige was uns heilen wird.

01:04:39: in den verrückten Zeiten Musik einfach als wichtiges Teil im Leben haben und live Musik unterstützen.

01:04:53: Und zu Konzerten gehen, das ist das Einzige was ich von unseren Zuhörern verlangen werde oder mir wünsche.

01:05:01: Ich schließe mich diesem Wunsch an uneingeschränkt natürlich und ja.

01:05:07: wie gesagt vielen lieben Dank.

01:05:08: es war echt tierisch dass wir das so machen konnten.

01:05:12: Danke danke Armin.

01:05:13: lasst sie gut gehen

01:05:14: Du auch, bis bald lieber.

01:05:15: Danke als guter Reservoir!

01:05:16: Ciao mein Lieber, ciao.

01:05:21: Das war Talkings for Its Podcast Episode Nummer thirty-fünf mit Armin Allitz und Rani Griecher.

01:05:28: Vielen lieben Dank dass ihr bis zum Ende dabei geblieben seid wie eingangs schon erwähnt habe ich noch drei weitere großartige Folgen aus dem Jahr zwanzig in der Hinterhand.

01:05:38: diese gedenke ich in den nächsten Wochen sukzessive zu veröffentlichen.

01:05:43: Danach habe ich vor, das Projekt im Spielsommer oder Herbst diesen Jahres neu zu starten.

01:05:49: Hierzu habe ich schon mit einigen sehr spannenden Gästen Aufnahmentermine vereinbart und freue mich bereits jetzt schon sehr darauf!

01:05:57: Ich habe aber auch noch ein paar ganz neue Ideen für den Podcast, mit denen ich dann auch experimentieren werde.

01:06:04: Falls ihr auch Ideen oder Wünsche habt, wen ihr gerne mal in der Sendung hören würdet oder ihr anderweitig mit mir in Kontakt treten wollt Freue ich mich sehr, wenn ihr eine Mail an infoattalkingsforrestpodcast.com.

01:06:17: geschickt.

01:06:18: Ich meine mich dann zurück bei euch sobald ich da zu einer Lage bin!

01:06:22: In diesem Sinne gehabt euch wohl und bis demnächst.

About this podcast

Hello everyone,
my name is Armin Alic.

I am a bassist, born in Sarajevo, Yugoslavia, in 1980, and based in Germany since the war in Bosnia and Herzegovina started in 1992.

Welcome to my "Talking Spirits Podcast", where you will be able to listen to talking spirits, meaning that I will be hosting many different people from all over the world and we will talk life in general and all of its wonders in particular.

While it is in the nature of things that many of my guests will be musicians or people who are working in the music business, in fact the only mandatory thing in order to become a talking spirit is having one or many stories to tell and being willing to share them with me and the world, so basically anyone can be a guest.

Due to the story of my life so far and me being a traveling musician I am a multi-lingual guy, so the "Talking Spirits Podcast" is as well multi-lingual one, as there will be episodes in English and in German.

For further infos and latest updates please visit:
www.talkingspiritspodcast.com

by Armin Alic

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